Wittenberger «Lutherhaus» hat Kanzel und Zehn-Gebote-Tafel wieder

Wittenberg (epd). Mit der weltbekannten Zehn-Gebote-Tafel von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) und der «Lutherkanzel» sind am Dienstag zwei der wichtigsten Ausstellungsstücke in das Wittenberger «Lutherhaus» zurückgekehrt. Beide Kunstwerke sollen im reformationsgeschichtlichen Museum Teil der neuen Dauerausstellung werden, deren Eröffnung für den 6. März geplant ist, bestätigte der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Stefan Rhein.

Wegen des Umbaus und der Sanierung des Museums war das Kunstwerk Cranachs rund zwei Jahre lang vorübergehend im Wittenberger «Cranachhaus» gezeigt worden. Für die Predigtkanzel Martin Luthers (1483-1546) wird nach Angaben der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt «in Kürze» ein neuer Leihvertrag mit der evangelischen Stadtkirchengemeinde als Eigentümerin abgeschlossen.

Beide Seiten hatten sich nach jahrelangem Streit im Dezember über den Aufstellungsort geeinigt. Die rund 500 Jahre alte Kanzel stammt ursprünglich aus der Stadtkirche St. Marien und war zuletzt im Wittenberger Historischen Rathaus zu sehen. Die Zehn-Gebote-Tafel hatte Cranach im Jahr 1516 für die Ratsstube des Wittenberger Rathauses in Öl auf Lindenholz gemalt.



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