EKD-Auslandsbischof: USA haben sich mit Folter selbst geschadet

Berlin (epd). Mit den Misshandlungen irakischer Gefangener haben sich die USA nach Ansicht des Auslandsbischofs  der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Rolf Koppe, einen «riesigen Schaden» zugefügt. "Das Ansehen der Amerikaner im Nahen Osten ist auf dem Nullpunkt",sagte Koppe am Montag im DeutschlandRadio Berlin. Die USA hätten in der Region kein Vertrauen mehr. Die enormen Tabuverletzungen durch sexuelle Folter würden noch viel zu sehr unterschätzt.

Trotz der angepannten Lage im Irak gebe es aber keinen Krieg der Religionen, sagte Koppe. Der Westen werde von Muslimen differenziert wahrgenommen und nicht als Kultur mit einem geschlossen christlich-ideologischen Selbstbild. Allerdings stehe der Dialog zwischen Muslimen und Christen noch ganz am Anfang.

17. Mai 2004



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