Bischöfin Käßmann für zentralen Ort der Trauer

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat sich für einen zentralen Ort der Trauer für die deutschen Flutopfer ausgesprochen. Sie könne sich vorstellen, dass ein Gedenkstein in Berlin errichtet werde, sagte die Bischöfin am Donnerstag dem epd in Hannover. Auch wenn keine Bestattungen möglich seien, weil die Leichen vermisst oder verbrannt wurden, bräuchten Angehörige einen Ort für ihre Trauer.

Käßmann appellierte zudem an die Gemeinden, Gedenkfeiern und Seelsorge anzubieten. «Auch ohne Leichnam kann ein Grabstein auf einem Friedhofsplatz erworben werden», sagte sie. Das sei rechtlich möglich, ähnlich wie Gräber des unbekannten Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet worden seien.

06. Januar 2005



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