Neuendettelsauer Paramentik feiert Jubiläum

epd-Logo Neuendettelsau (epd). Die älteste evangelische Paramentenwerkstatt Deutschlands im fränkischen Neuendettelsau feiert an diesem Donnerstag ihr 150-jähriges Bestehen. Bis Samstag findet dazu der Paramententag der Marienberger Vereinigung, der Dachorganisation der evangelischen Paramentenwerkstätten, in Neuendettelsau statt. Seit 1858 stellt die Paramentik der Diakonie in Neuendettelsau Altarbehänge und anderen wertvollen Textilschmuck für Kirchen her. Rund 50 Paramente verlassen jedes Jahr die Werkstatt.

Jedes Parament aus Neuendettelsau ist nach Angaben der Werkstattleiterin, der Textildesignerin Beate Baberske-Krohs, ein Unikat, dessen Glaubensaussage und Gestaltung individuell dem jeweils vorhandenen Kirchenraum angepasst ist. Zum Programm der Werkstatt gehören neben den Behängen für Altäre, Kanzeln und Lesepulte auch Stolen, Alben und Beffchen für die Pfarrersbekleidung und Weißwäsche für den Gebrauch beim Heiligen Abendmahl.

Gegründet wurde die Paramentenwerkstatt 1858 von dem Neuendettelsauer Diakoniepionier Wilhelm Löhe, der damit der Beliebigkeit bei der Innenraumgestaltung der evangelischen Kirchen entgegenwirken wollte. Seine damals erschienene Schrift "Vom Schmuck heiliger Orte" erscheint zum Jubiläum in kommentierter Neuauflage in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.

15. Oktober 2008

Neuendettelsauer Paramentik

Informationen zum „fränkischen Diakonissenvater“ Wilhelm Löhe

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