Renn wenn du kannst (Spielfilm Deutschland 2009)

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Der Rollstuhlfahrer Benjamin meistert sein Leben mit trockenem Humor - er macht sich keine Illusionen. Die Zivis verschleißt er reihenweise damit. Als ihm zuerst Christian zugeteilt wird, und den beiden die schöne Cellistin Annika begegnet, ist das der Beginn einer Dreiecksbeziehung, die Benjamin wieder träumen und endlich die Vergangenheit aufarbeiten lässt.

Benjamin sitzt im Rollstuhl. Er ist intelligent, lustig und verzweifelt. Liebe, wie er seinem neuen Zivi Christian erzählt, komme für ihn nicht infrage. Christian nimmt das Leben leicht: Er wird ein halbes Jahr bei Benjamin bleiben, um dann seiner Wege zu gehen. Annika studiert Cello und hat ein Problem mit dem Lampenfieber bei Soloauftritten. Sie radelt jeden Tag unter Benjamins sehnsüchtigen Blicken an dessen Wohnung vorbei. Erst als Annika eines Tages mit Christian kollidiert, lernen sie sich kennen und werden Freunde. Die Drei erschaffen sich eine Welt der Fantasie und der Träume. Doch schnell wollen beide Jungs mehr von Annika als nur Freundschaft. Annika mag Christians Verspieltheit, sieht sich aber eigentlich mehr Benjamin verbunden und kann sich nicht entscheiden. Die Zuneigung der beiden jungen Männer zu Annika führt mehr und mehr zu Konflikten und bedroht deren Freundschaft ernsthaft. Was für alle Drei wie ein Spiel begann, wird für Ben eine Reise zu seinen großen Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein nicht entkommen kann. Aber auch Annika und Christian machen Erfahrungen, die sie wachsen lassen und die sie für immer verändern werden .

Mit seinem Kinodebüt ‚‚Renn, wenn du kannst'' gelingt Regisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann ein außergewöhnlicher Brückenschlag: Der Film erzählt vielschichtig und konsequent von einer schweren Behinderung, erlaubt sich aber zugleich absurden Dialogwitz und visuellen Ideenreichtum. Das alles tut er mit einer Leichtigkeit, die man selten im deutschen Kino sieht.

www.arte.tv

arte, 08. Februar 2012, 20:15 Uhr



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