Fernsehgottesdienst aus der Kreuzkirche in Istanbul: "Es ist an der Zeit, gemeinsam zu bekennen."
TV-Tipp ![]()
Konstantinopel, das heutige Istanbul, war Jahrhunderte lang der Mittelpunkt der christlichen Welt. Hier wurde Kirchengeschichte geschrieben, hier wurde um die Einheit des christlichen Glaubens gerungen. Im Mittelpunkt der Predigt in der Kreuzkirche steht das Bekenntnis zur bestehenden Einheit des Christentums und die Vision der wachsenden Einheit der Kirchen. Diese Vision ist nicht selbstgewählt, sondern geboren aus dem Gebetswunsch Jesu Christi: "Heilige sie in der Wahrheit ... damit sie alle eins seien" (Johannes 17,17.21.)
Die Christenheit stellt sich dar als eine Vielzahl von größeren und kleineren, älteren und jüngeren Kirchen mit recht unterschiedlicher Theologie und Praxis. Diese Vielfalt der kirchlichen Erscheinungsformen ist bereits in den Schriften des Neuen Testaments angelegt und hat sich in der fast 2000-jährigen Geschichte des Christentums immer weiter entwickelt und ausdifferenziert; und doch ist all dies die eine Kirche, die Jesus Christus als ihren Herrn bekennt. Mitunter überlagern konfessionelle Differenzen das Bewusstsein von der Einheit des Christentums. Doch die Kirche als Leib Jesu Christi schuldet – bei all ihrer Vielfalt – der Welt ein einheitliches Zeugnis: das Zeugnis von der Zuwendung Gottes zu den Menschen, wie sie in der Geschichte des Jesus von Nazareth sichtbar wird.
ZDF, 29. April, 9:30 Uhr
