Silke Römhild

Stv. Pressesprecherin der EKD

Silke Römhild

"Ich weiß ja nicht, wie das bei den Christen ist..." Dieser Satz einer Kommilitonin in Göttingen ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Wir saßen in einem Politik-Seminar und redeten uns die Köpfe heiß über den Nahen Osten und den Islam - und dann das. Über den Islam schienen wir genau Bescheid zu wissen. Aber wie ist das eigentlich bei den Christen?

Damals hätte ich noch nicht geahnt, dass ich eines Tages in der Pressestelle der EKD landen würde. Aber immerhin verbrachte ich den Rest meines Studiums mehr im theologischen Institut als bei den Politikwissenschaftlern. Bis mich eines Tages eine Stellenausschreibung des evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen aus der akademischen Binnenwelt hinaus lockte. In der Tacheles-Redaktion in Hannover genoss ich als Volontärin sehr intensiven Einzelunterricht im journalistischen Handwerk. Der Einstiegssatz meines ersten Textes hatte 42 Worte - mein Chef hatte sie gezählt. Um mir dann zu erklären, wie man es richtig macht.

Über Handy erreichte mich im Sommer 2002 die Anfrage, ob ich nicht für einige Monate in der Pressestelle des EKD-Kirchenamtes "aushelfen" wolle. Ich wollte. Und nach den "einigen Monaten" wollte ich nicht mehr weg. Inzwischen bin ich stellvertretende Pressesprecherin und kann insofern mithelfen, anderen Menschen zu vermitteln, "wie das ist bei den Christen."



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